Buch Rezension Tod im Priel
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Buch Rezension: Tod im Priel

Ein offener Bücherschrank, an dem ich vorbei gehe, ohne hinein zu sehen, gibt es nicht. Zu meinem Glück gibt es in Köln davon einige. Das Prinzip? Bücher, die man nicht mehr haben möchte, stellt man hinein; ein Passant geht vorbei, entdeckt ein Buch, welches er haben möchte und nimmt es mit. Es ist also eine Möglichkeit Bücher vor dem Müll zu retten und ihm ein zweites zu Hause zu geben.

Leider haben die Bücherschränke in unseren Vierteln die Angewohnheit, viel von Marie-Louise Fischer und von Readers Digest zu haben. Beides Dinge, die ich nicht unbedingt lese. Aber gelegentlich findet man auch ein Schätzchen in den Gestellen. So geschehen mit dem Buch „Tod im Priel“.

Der Klappentext:

Eine suspendierte Kommissarin und ein Haus voller Geheimnisse. Was geschah wirklich am Tümlauer Koog?

Die Hamburger Kripobeamtin Anne Schumacher ist wegen eines Dienstvergehens vorübergehend suspendiert – an der Nordsee will sie nun auf andere Gedanken kommen. Doch ihre Neugier lässt sie nicht ruhen: Ist die Vorbesitzerin des Hauses, in dem sie wohnt, wirklich bei einem Unfall im Hafenpriel ums Leben gekommen? Oder war es Mord? Anne begibt sich auf eine Spurensuche, die von Tag zu Tag gefährlicher wird …

emons: Verlag

Meine Rezension

Ich mag Norddeutschland und vielleicht habe ich ihn genau deswegen mitgenommen. Und wurde nicht enttäuscht. Zu Anfang dachte ich noch, mehr als lobpreisende Sätze, Absätze und ganze Seiten über das Wetter und die Gegend würde es nicht geben. Ich dachte, ich wäre wie die Protagonistin an einem Koog gelandet und würde Kartoffeln und Kohl in einem Garten ziehen. Nicht die schlechteste Vorstellung, ganz ehrlich, könnte ich mir prima vorstellen.

Aber auf dem Umschlag stand was von Küsten Krimi? Wo blieb der Krimi? Natürlich, da war die tote Tante ihrer besten Freundin, die Tode im Priel gelegen hatte, aber das war doch Selbstmord oder doch ein Unfall? Jedenfalls, Anne lebt in dem kleinen Häuschen der toten Tante und versucht Kartoffeln und Kohl zu züchten.

Und begegnet den anderen Dörflern. Und so einige Begegnungen lassen sie ratlos zurück. War es wirklich ein Unfall oder ein Selbstmord? Anne wird misstrauisch und stellt ein paar Fragen zu viel.

Soviel sei gesagt: sie soll genauso sterben wie Tante Hilde, doch sie hat Glück. Und der Mörder ist nicht die Person, von der man es nach der Hälfte des Buches glaubt.

Genug gespoilert, ihr sollt das Buch ja noch lesen.

Fazit

Wer also gerne Krimis liest, die im Norden spielen, sich gerne seitenlang in Beschreibungen der Nordsee verliert, der liegt hiermit genau richtig. Aber, man muss genau das mögen. Wer lieber Action hat, auf jeder Seite eine neue Wendung und dem Landschaft und Leute egal sind, der sollte den Krimi sein lassen.

Eckdaten:

Titel: Tod im Priel (Küsten Krimi)
Autor: Martina Bick
Verlag: emons:
Preis: 10,90 Euro
ISBN: 978-3-7408-0041-3

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Sternenruferin

Marie-Louise, Arbeitet mit psychischer Erkrankung in einer Werkstatt für behinderte Menschen, Mediengstalter, Peer Berater, Borderline und Spaß am Leben. Musik, Bücher und Schreiben vervollständigen den Haushalt mit Mann, zwei Katzen und zwei Schlangen.

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