Mythen und Legenden

Kuldhara – die verlassene Stadt

Ein Mann begehrt eine Frau. Das ist nichts ungewöhnliches. Ungewöhnlich wird es, wenn man sich den Ort ansieht, der zum Schauplatz dieser Begierde wurde.

Kuldhara, in Indien gelegen ist Heimat einer Legende die nicht von Liebe, sondern von Begierde und Macht handelt. Und es ist ein Dorf, das seit über 200 Jahren verlassen ist. Lediglich die Geister der Ahnen wandeln auf den alten Fundamenten, den Ruinen der Häuser und Brunnen.

Die Geister

Neben den wissenschaftlichen Erklärungen, warum das Dorf im 19ten Jahrhundert plötzlich verlassen war, gibt es noch die Geschichte, die für Geisterjäger und Mystic Tourists der Bezug zu dem Ort sind.

Bewohnt von Paliwal Brahmanen, gegründet im 13ten Jahrhundert, war Kuldhara ein wohlhabendes Dorf. 

Noch kann man die Überreste der Stadtmauer sehen, in dessen Schutz die Bewohner lebten. Im Zentrum, der Tempel der Muttergöttin, von der aus drei Hauptstraßen abgingen. Die Ruinen von gut 410 Häusern können noch heute besichtigt werden. 

Doch was geschah?

Warum traut sich auch heute, 200 Jahre nachdem die Stadt verlassen wurde, keiner, dort zu siedeln?

Die Bewohner verließen die Stadt über Nacht – und legten einen Fluch auf das Land. Niemand könne es je wieder bevölkern, denn es wird von Geistern und allerhand paranormalen Erscheinungen heimgesucht.

Der Grund für die plötzliche Flucht der Bewohner ist die Begierde des damaligen, als grausam bekannten, Ministers Salim Singh aus Jaisalmer. Er begehrte eine junge Frau des Dorfes und schickte eines Abends seine Wachen, ihm das junge Mädchen zu rauben. 

Sie sollten sie mit Gewalt gefangen nehmen und zu Singh bringen. Doch die Bewohner Kuldharas waren listig genug, die Wachen hereinzulegen.

Die Bewohner richteten die Bitte, am nächsten Morgen wieder zu kommen, an die Wachen, denn dan, so versprachen sie, würden sie das Mädchen hergeben.

Die Wachen waren einverstanden, doch als sie am nächsten Morgen wieder kamen, war das Dorf leer. Niemand war mehr da, auch das Mädchen nicht.

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Sternenruferin

Marie-Louise, Arbeitet mit psychischer Erkrankung in einer Werkstatt für behinderte Menschen, Mediengstalter, Peer Berater, Borderline und Spaß am Leben. Musik, Bücher und Schreiben vervollständigen den Haushalt mit Mann, zwei Katzen und zwei Schlangen.

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1 Kommentar

  1. Allita says:

    Danke für die tolle Story.

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