Dust
Geschriebenes

Vom Verstauben geschriebener Artikel

Als ich gestern in meinem Drive Ordner diverse Dinge abgelegt und sortiert habe, ist mir etwas aufgefallen – nein, eigentlich ist es mir wieder aufgefallen. Denn alle paar Wochen denke ich tatsächlich daran:

Ein ganzer Haufen Artikel, die ich einmal für eine InGame Zeitung geschrieben habe. InGame Zeitung? Eine kurze Erklärung: ich bin Forum-Rollenspieler und auf einer dieser Plattformen haben wir tatsächlich mehrere Zeitungen die wöchentlich erscheinen.

Und bis vor gut einem Jahr habe ich für eine dieser Zeitungen – neben meinem regulären „Job“ auf dieser Seite – geschrieben. Da ich beides, Job und das Schreiben für die Zeitung, an den Nagel gehangen habe, verstauben gerade dutzende (ich hab bei 50 aufgehört zu zählen) Artikel in meinem Drive Ordner.

Was macht man mit so einem Haufen Artikel, wenn niemand sie haben will? Wenn man keine Möglichkeiten hat, sie dafür zu verwenden, wofür sie gedacht sind? Sie verstauben und regelmäßig laufen sie mir wieder über den Weg. Kehren zurück in mein Gedächtnis.

Und mit den Artikeln ist das so eine Sache: sie gehören zu einem Kapitel in meinem Leben, das ich wirklich geliebt habe! Der Job auf der Plattform gehörte zur Leitungsebene und die User, mit denen ich zu tun hatte, konnten mich leiden, haben gerne mit mir zusammengearbeitet.

Aber wie das oft ist, irgendwo liegt immer der berühmte Hase im Pfeffer und auch da. Schlussendlich habe ich gekündigt und mich von meiner Liebe zu meinem Job lösen müssen. Geschafft habe ich das nicht. Ich leide auch ein Jahr später immer noch darunter, in verschiedenen Momente bereue ich meine Handlung, hätte lieber den Mund aufgemacht und meinen Unmut kund getan. Aber ich wollte nicht die Böse sein – und bin es schlussendlich doch geworden.

Zurück zu den Artikeln: was macht man also damit, wenn man sie für ihren eigentlichen Zweck gar nicht mehr herausgeben will? Verstauben lassen. Aber nach einem Jahr haben die Dinger schon so viel Staub angesetzt, dass man sie kaum noch sieht.

Also können sich die wenigen Leser meines Blogs auf Artikel über Lost Places, Geistererscheinungen und Kriminalfälle freuen – Hauptsache gruselig oder spannend.

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Sternenruferin

Marie-Louise, Arbeitet mit psychischer Erkrankung in einer Werkstatt für behinderte Menschen, Mediengstalter, Peer Berater, Borderline und Spaß am Leben. Musik, Bücher und Schreiben vervollständigen den Haushalt mit Mann, zwei Katzen und zwei Schlangen.

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