Was geschah und was geschieht
Erfahrungen und Erlebnisse

Was geschah und was geschieht

Ein Jahr ist um – nicht nur ein Kalenderjahr, sondern auch ein Jahr mein Blog, was geschah und was geschieht. Zeit für ein Update.

Wieder einmal war es lange Zeit still auf meinem Blog. Eigentlich ist das Etwas, was ich immer versuche zu vermeiden. Doch es ließ sich nicht vermeiden. Denn sechs Wochen vor Weihnachten habe ich sozusagen mein Erbe angetreten und wie mein Vater, einen Weihnachtsstand bezogen.

Was geschah

Von jetzt auf Gleich änderte sich meine Wochenarbeitszeit von 30 auf 52 Stunden und ich stand jeden Tag in einer kleinen Hütte und habe die Waren meines Vaters verkauft.

Es hat Spaß gemacht, und doch hat es unglaublich an meinen Nerven gezerrt, denn neben der Arbeitsbelastung kam die emotionale hinzu. Es gab immer wieder die Momente, in denen ich regelrecht darauf gewartet habe, dass mein Vater um die Ecke kommt. Und jedes Mal gab es die Ernüchterung, dass er es nie wieder tun wird. Die Erfolge, die ich in den sechs Wochen gemacht habe, konnte ich nicht mit ihm teilen. Erneut wurde mir deutlich bewusst, wie sehr mir dieser Mann doch fehlt.

In dieser Zeit bin ich so gar nicht dazu gekommen zu schreiben. Alles blieb liegen. Mein Mann kümmerte sich vollständig um den Haushalt, Einkaufen und alles was anfiel. Mein Leben bestand nur noch aus Marktstand und Schlafen.

Was geschieht

Mittlerweile habe ich wieder einen Alltag und mir ist über die letzten Wochen sehr deutlich klar geworden, ohne meine Strukturen, ohne meine kleinen Anke im Alltag funktioniere ich irgendwann nicht mehr.

Immerhin gut zu wissen. Aber die Erkenntnis ist dennoch merkwürdig.

Doch sei’s drum. Ein neues Jahr, ein neues Glück – so sagt man doch. Und wie ich nun mal so bin, habe ich mir keine Vorsätze fürs neue Jahr gemacht. Ich wünsche mir einfach, dass es nicht ganz so chaotisch und stressig wird, wie das Vergangene.

Mein Stapel an gelesener Bücher ist in den vergangenen Monaten gewachsen und ich möchte gerne zu diesen Büchern auch wieder Rezensionen schreiben, möchte wieder Artikel in Regelmäßigkeit posten. Artikel die psychische Erkrankungen greifbar machen

Neben dem Bloggen werde ich auch weiter als Peer-Berater arbeiten und auch in diesem Zusammenhang mehr Erfahrungen mit euch teilen können. Denn auch dieses Projekt soll mehr in die Öffentlichkeit getragen werden.

Gute Vorsätze? Ohne mich!

Jeder, der sich Vorsätze für ein neues Jahr macht, sagt schlussendlich irgendwann „Das wird mein Jahr“. Vielleicht fasse ich deswegen keine mehr, denn ich weiß heute noch nicht, was in den kommenden Wochen geschieht und will mich einfach überraschen lassen.

Aber eines nehme ich mir vor: häufiger schreiben, nicht nur Artikel sondern auch an meinen Geschichten und Fanfiktions, denn Ideen habe ich viele.

Das ist neu

Eine Neuerung habe ich bereits auf dem Blog eingebunden: Tipeee. Einen Blog zu betrieben kostet natürlich Geld. Und da ich auf eine Erwerbsminderungsrente angewiesen bin, geht so eine Internetpräsenz doch ziemlich ins Geld. Daher bin ich über jeden Euro, der mich unterstützt, dankbar.

Fragen? Her damit!

Weiterhin gilt: Fragen stellen kostet nichts! Ihr habt Fragen an mich bezüglich meiner Arbeit in einer Behindertenwerkstatt oder zu meiner Erkrankung? Zu meinem Leben mit psychischer Behinderung? Haut sie raus! Ob als E-Mail oder als Kommentar, ich würde mich freuen! Wirklich!


Photo by Ian Schneider on Unsplash
Wenn dir der Beitrag gefallen hat, dann teile ihn!

Sternenruferin

Marie-Louise, Arbeitet mit psychischer Erkrankung in einer Werkstatt für behinderte Menschen, Mediengstalter, Peer Berater, Borderline und Spaß am Leben. Musik, Bücher und Schreiben vervollständigen den Haushalt mit Mann, zwei Katzen und zwei Schlangen.

Für dich vielleicht ebenfalls interessant...

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.